BCA – Das Lawinenrucksack-System von Backcountry Access

Der BCA Lawinenrucksack

Der BCA Lawinenrucksack
7.5

Preis-Leistung

9/10

    Sicherheit

    7/10

      Komfort

      7/10

        Vorteile

        • - einfach, einfach, einfach
        • - relativ günstig
        • - wiederbefüllbare Flaschen

        Nachteile

        • - nur 1 Airbag
        • - nicht sehr leicht

        Backcountry Access mit Firmenadresse in Boulder, Colorado ist nicht nur bei seinem Firmensitz in nah an den Bergen. Auch die Führungsetage präsentiert sich gerne mit einem Fuß im Powder. Hier werden Produkte von Freeridern für Freerider hergestellt. Dabei folgt man vor allem einer Philosophie der Einfachheit. Hier geht es um Leute, die mehr Zeit im Schnee verbringen wollen und alle anderen Fragen möglichst schnell und simpel beantwortet haben wollen. Wer sich hier angesprochen fühlt, macht beim BCA Lawinenrucksack nichts falsch.

        BCA setzt auf Einfachheit und Preisvorteil

        Tatsächlich zeichnet sich der Produktkatalog von BCA vor allem durch seine Einfachheit in der Handhabung aus. Hier lässt man sich weder auf hochtrabende Markennamen noch auf große Technikspielereien ein. Dafür findet man bei BCA auch

        Ausrüstung, die einfach zu bedienen ist.

        Im Vergleich zu anderen Herstellern sind die Rucksäcke auch recht billig: Ab ca. 450€  bekommt man den Lawinenrucksack mit Airbag, das teuerste und größte Modell ist ab ca. 600€ zu haben. Allerdings gehen die BCA Rucksäcke auch manchmal deutlich unter dem vom Hersteller empfohlenen Preis weg. Ohne Kartusche kann man hier schon ab ca. 350 Euro fündig werden. Die wiederbefüllbare Flasche schlägt dann nochmal mit 120 Euro zu Buche.

        Auslösung und Airbag-Position

        BCA setzt bei seiner Float-Serie auf ein System bestehend aus einem mechanischen Bowden-Zug, einer Druckluftflasche, einem Aufblas-Ventil mit Venturi-Effekt und einem Airbag, der hinter dem Nacken und teilweise seitlich am Rucksack entfaltet wird. Der Airbag hat zwar keine besondere ergonomische Form, entspricht aber beim Volumen dem Industriedurchschnitt von 150 Litern.

        Praktisch für Linkshänder: Der Auslöse-Griff kann bei einigen Modellen auch rechts montiert werden. Hier sollten Linkshänder also die Produktbeschreibungen sehr genau lesen, ob das gewünschte Modell auch wirklich linkshändertauglich ist.

        Schwere Hülle, leichter Kern

        Auch bei der Druckluftflasche setzt man auf einfache Technik. Die Stahlflasche ist zwar etwas schwerer als bei anderen Anbietern, dafür aber fest mit einem Manometer verbunden, an dem man ganz simpel den Druck ablesen kann. Die Sicherheitsüberprüfung vor dem Aufbruch wird einem hier also sehr einfach gemacht.

        Wenn man also nicht gerade eine professionelle Hochgebirgsexpedition vorbereitet und jedes Gramm an der Ausrüstung optimieren muss, fallen die 624 g der befüllten Flasche also eher nicht ins Gewicht. Dafür kann man die Flasche ganz einfach wiederbefüllen lassen. Die Kosten für eine Füllung werden mit ca. 10 Euro angegeben. Man kann die Flasche aber auch direkt an BCA schicken und bezahlt für die Füllung nur das Porto.

        Das Aufblasventil nutzt (wie andere Hersteller auch) den Venturi-Effekt, bei dem zusätzlich zum Gas noch Umgebungsluft angesaugt und eingeblasen wird. Die Auffaltung dauert 3 Sekunden, was ebenfalls einfach Standard ist.

        Airbag und Rucksack

        Der Airbag selbst wird im Rucksack durch einen Riemen befestigt, was beim Einfädeln etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Das heißt aber auch, dass man den Airbag herausnehmen kann, um den Rucksack auch in weniger gefährlichen Lebenslagen einzusetzen.

        Die Rucksäcke gibt es in verschiedenen Größen. Allerdings denkt BCA auch hier sehr einfach. Es gibt keine Modulsysteme wie bei anderen Herstellern. Man kauft also Rucksack und Airbag immer gemeinsam, nur die Flasche wird separat gehandelt. Die Rucksäcke wiederum gibt es in unterschiedlichen Größen mit Fassungsvermögen von 22-42 Litern. Je nach Modell sind auch noch spezielle Fächer und Tragevorrichtungen für Boards und Ausrüstung eingebaut.

        Mein BCA-Fazit

        Allgemein präsentiert sich der BCA Lawinenrucksack als die Anlaufstelle für Hobby-Freerider, die Sicherheit im Gelände suchen, sich aber nicht in technischen Details verlieren wollen – also: Rucksack, Airbag, Flasche. Und dann raus.

        Der BCA Lawinenrucksack

        Der BCA Lawinenrucksack
        7.5

        Preis-Leistung

        9/10

          Sicherheit

          7/10

            Komfort

            7/10

              Vorteile

              • - einfach, einfach, einfach
              • - relativ günstig
              • - wiederbefüllbare Flaschen

              Nachteile

              • - nur 1 Airbag
              • - nicht sehr leicht